Endlich war es so weit – Es geht nach Pakistan

02.August 2022

Boarding in einer Stunde.

Ich saß am Gate des Hamburger Flughafens und starrte auf mein Ticket, als wäre es ein Dokument, dem ich noch nicht ganz glauben mochte, dass mein Traum nun Wirklichkeit werden sollte. Neben mir meine beste Freundin, die noch schnell eine Nachricht an Freunde schickte und meine anderen beiden Freunde aus Hamburg, die damit beschäftigt waren, ihre Dokumente zum wiederholten Mal überprüfen, bis endlich der Aufruf zum Boarding kam.

Wir flogen nicht direkt. Istanbul lag dazwischen – ein Zwischenstopp, der sich anfühlte wie ein Atemzug vor dem Sprung. Europa noch, Asien noch nicht.

Pakistan. Keiner von uns hatte das Wort in den letzten Tagen oft ausgesprochen, aber es lag über allem. Nicht als Angst – eher als Frage, die wir uns selbst noch nicht gestellt hatten: Was würde uns dort erwarten ? Durch meine monatelange ausgiebige Recherche im Internet, unter anderem durch die zahlreichen Videoblogs auf You Tube von “Wildlens by Abrar”, einem sehr bekannten pakistanischen Videoblogger war ich überhaupt auf die Idee gekommen, nach Pakistan reisen zu wollen. Mit der Zeit war es schon nicht mehr reines Interesse sondern fast schon eine Sehnsucht nach diesem so fremden Land geworden, das mich in seinen Bann gezogen hatte.

Wir waren gespannt, was wir tatsächlich von dem, was wir bisher nur aus den Videos kennengelernt hatten, auch tatsächlich vorfinden würden.

Die Rucksäcke waren gepackt. Impfpässe, Kameras, ein paar Bücher. Das Gepäck stimmte und unsere Dokumente, sorgfältigst noch einmal überprüft, auch.

Als Ärztin hatte ich mich zuvor ausführlich über alle notwendigen Impfungen informiert und meine Freunde beraten. Die Corona Krise war ja glücklicherweise weitesgehend überstanden, so dass wir uns im wesentlichen auf die üblichen Impfungen und ggfs. notwendigen Auffrisch-impfungen beschränken mussten.

Ich hatte ausserdem noch so eine Art Notfalltasche aufgerüstet, in der Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel, Spray gegen Mücken, Tabletten zur Elektrolytsubstitution und ein fiebersenkendes Medikament und natürlich ein Fieberthermometer auch nicht fehlen durfte. So waren wir für den Fall, dass einer von uns krank werden sollte, diesbezüglich einigermaßen gut für die Reise vorbereitet.

Autor: Zahra Awada

Reisen bedeutet für mich Freiheit – die Möglichkeit, dem Alltäglichen zu entfliehen, meinen Horizont zu erweitern und mich lebendig zu fühlen. Unterwegs habe ich gelernt, offen für neue Erfahrungen und Begegnungen zu sein. Diese Offenheit hat mir geholfen, mich von Konventionen und Vorurteilen zu lösen und die Welt mit anderen Augen zu sehen. Jede neue Reise erfordert Mut: den Mut, sich auf Unbekanntes einzulassen, Neues auszuprobieren und mit Menschen in Kontakt zu treten. Gerade darin liegt für mich ihr besonderer Reiz. Die Erinnerungen an meine Reisen sind für mich von unschätzbarem Wert – sie bleiben lebendig und begleiten mich ein Leben lang. Nach vielen Jahren im medizinischen Bereich habe ich meinen Beruf aufgegeben. Seitdem genieße ich die Freiheit, das Leben bewusst zu erleben und die Erfahrungen der vergangenen Jahre mit Dankbarkeit zu betrachten.

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