Opferritual in Dakshinkali

22. März 2014

Dakshinkali liegt eine 45-minütige Fahrt südlich von Kathmandu in einem dunklen Tal am Zusammenfluss zweier Bäche und ist der spektakulärste und bedeutendste aller aller Hindu-Tempel Nepals, welcher der Göttin Kali gewidmet ist. Dieser Gottheit werden jeden Dienstag und Samstag Tieropfer dargebracht, die Fruchtbarkeit und die Fortpflanzungsfähigkeit der Frau bedeuten.
Tieropfer, insbesondere von Hähnen und unkastrierten männlichen Ziegen, sind die wichtigste Form der Verehrung der Göttin, was besonders während des Dashain-Festes zu beobachten ist. Die Tiere werden dem Priester vorgestellt, der sie rituell mit einem Khukuri-Messer enthauptet und anschließend das schwarze Steinbild von Kali mit diesem Blut tränkt.


Kali ist nur eine andere Form der großen Göttin Durga; Parvati, Uma, Durga und Kali sind die Namen für vier verschiedene Aspekte der selben Göttin. Sie gilt als äußerst mächtig und vollendet. Der Glaube besteht darin, dass nur durch Zerstörung etwas Neues entstehen kann. Kali bedeutet die göttliche Kraft der Zerstörung und zugleich die Gewährung von Gnade und Vertreibung von Angst.
Die Pilger glauben, wenn sie zur Göttin beten und Opfer bringen, werden ihre Feinde sterben – viele offenbaren der Göttin ihre Wünsche in dem Glauben, dass diese Wünsche erfüllt werden, wenn sie nur aus tiefstem Herzen zur Göttin beten und regelmäßig Opfergaben bringen.

Der Dreizack, der als Trishul bekannt ist und in Verbindung mit der Gottheit Shiva gezeigt wird, symbolisiert seine drei Grundkräfte (Wille, Handlung und Wissen). Der Dreizack repräsentiert auch Shivas Macht, das Böse und die Unwissenheit zu zerstören.

Trishul, der Dreizack

Der Tilak (Sanskrit Tilaka, “Zeichen”) ist ein Zeichen, das auf der Stirn getragen wird. In Nepal ist es eine Mischung aus Blütenextrakten, rotem Pulver, Joghurt und Reiskörnern.

Ein “Kalava” ist der heilige hinduistische Faden, der auf Hindi auch “Mauli” genannt wird, welcher bei hinduistischen Ritualen getragen wird. Ein Priester bindet dieses an das Handgelenk der Personen, die an der Gebetszeremonie teilnehmen. Es findet sich an der rechten Hand von Männern und unverheirateten Frauen und an der linken Hand von verheirateten Frauen.


Der Dakshin-Kali-Tempel hat denselben religiösen Stellenwert wie der Pashupatinath-Tempel und ist eine beliebte Touristenattraktion, da er in der Nähe des Ortes Pharping liegt. Dies ist eine kleine Newar-Stadt oberhalb des Bagmati-Flusses am südlichen Rand des Kathmandu-Tals, etwa 23 km von der Hauptstadt entfernt. In der Stadt und ihrer Umgebung befinden sich mehrere bedeutende buddhistische Pilgerstätten sowie eine Reihe von buddhistischen Klöstern und Meditationszentren und ist deshalb ein beliebtes Ziel für Wanderer.

Autor: Zahra Awada

Reisen bedeutet für mich Freiheit – die Möglichkeit, dem Alltäglichen zu entfliehen, meinen Horizont zu erweitern und mich lebendig zu fühlen. Unterwegs habe ich gelernt, offen für neue Erfahrungen und Begegnungen zu sein. Diese Offenheit hat mir geholfen, mich von Konventionen und Vorurteilen zu lösen und die Welt mit anderen Augen zu sehen. Jede neue Reise erfordert Mut: den Mut, sich auf Unbekanntes einzulassen, Neues auszuprobieren und mit Menschen in Kontakt zu treten. Gerade darin liegt für mich ihr besonderer Reiz. Die Erinnerungen an meine Reisen sind für mich von unschätzbarem Wert – sie bleiben lebendig und begleiten mich ein Leben lang. Nach vielen Jahren im medizinischen Bereich habe ich meinen Beruf aufgegeben. Seitdem genieße ich die Freiheit, das Leben bewusst zu erleben und die Erfahrungen der vergangenen Jahre mit Dankbarkeit zu betrachten.

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