Swayambhunath Tempel

Ein Ort der Spiritualität und Mystik

Swayambhunath – der „aus sich selbst entstandene Gott“ – wirkte wie ein Ort außerhalb der Zeit. Der Name „Swayambhu“, „selbstentstanden“, bekommt hier eine fast greifbare Bedeutung. Einer alten Legende zufolge war das Kathmandu-Tal einst ein See, aus dem sich ein Lotus erhob – und aus diesem die Stupa entstand.

Als ich die Stufen zum Swayambhunath hinaufstieg, liess ich den Lärm Kathmandus Schritt für Schritt hinter mir. Mit jeder Stufe wurde es ruhiger – und gleichzeitig intensiver. Gebetsfahnen spannten sich über den Weg, Affen beobachteten neugierig das Geschehen, und irgendwo lag dieser ganz eigene Duft von Räucherwerk in der Luft.

Swayambhunath ist ein Tempelkomplex, der im Westen von Kathmandu auf einem Hügel erbaut worden ist und sowohl Buddhisten als auch Hindus als ein Ort der Anbetung und Ehrerbietung dient. Man schätzt, dass dieses buddhistische Heiligtum ca. 2000 Jahre alt ist; der buddhistische Stupa, flankiert von zwei hinduistischen Tempeln ist sogar von Kathmandu aus zu sehen. Wegen der zahlreichen Affen, die die Anlage bevölkern, wird der Berg auch”Affenberg” genannt.
Der strahlend weisse Dom versinnbildlicht das vollkommene Nirwana (Zustand der Befreiung vom Inkarnationszyklus), und die alles sehenden Augen Buddhas blicken in alle Richtungen. Sie verkörpern Weisheit und Mitgefühl

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Oben angekommen öffnete sich mir der Blick über die Stadt – und gleichzeitig schien sich alles nach innen zu richten. Pilger drehten leise die Gebetsmühlen, murmelten mir unverständliche Mantras und verweilten andächtig vor der Stupa. Trotz der vielen Besucher lag eine besondere Ruhe in der Luft

Ganz früh am nächsten Morgen besuchte ich nochmals den Tempel. Bei aufgehender Sonne war der Anblick der Stupa mit ihrem goldenen Relief und den tiefgründigen Augen nochmals ein ganz besonderes Erlebnis.

Swayambhunath Stupa
Gebete am frühen Morgen im Swayambhunath Tempel

Autor: Zahra Awada

Reisen bedeutet für mich Freiheit – die Möglichkeit, dem Alltäglichen zu entfliehen, meinen Horizont zu erweitern und mich lebendig zu fühlen. Unterwegs habe ich gelernt, offen für neue Erfahrungen und Begegnungen zu sein. Diese Offenheit hat mir geholfen, mich von Konventionen und Vorurteilen zu lösen und die Welt mit anderen Augen zu sehen. Jede neue Reise erfordert Mut: den Mut, sich auf Unbekanntes einzulassen, Neues auszuprobieren und mit Menschen in Kontakt zu treten. Gerade darin liegt für mich ihr besonderer Reiz. Die Erinnerungen an meine Reisen sind für mich von unschätzbarem Wert – sie bleiben lebendig und begleiten mich ein Leben lang. Nach vielen Jahren im medizinischen Bereich habe ich meinen Beruf aufgegeben. Seitdem genieße ich die Freiheit, das Leben bewusst zu erleben und die Erfahrungen der vergangenen Jahre mit Dankbarkeit zu betrachten.

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