Dienstag, den 29.04.2014
Ursprünglich hatte ich einer Einladung zum Essen in Kalutara zugesagt, aber nachdem ich mir üble Insektenbisse wahrscheinlich im Garten beim Besuch meiner singhalesischen Freunde zugezogen hatte, entschied ich mich stattdessen, einen ausgedehnten Spaziergang am Strand zu machen. Schwimmen war bei dem stark aufgewühltem Meer nicht möglich, denn die Wellen erreichten eine Höhe von 2 Metern mit starken Strömungen, denen ich mich nicht aussetzen wollte.
Ich lief direkt am Wasser entlang und so manches Mal riss mir eine Welle den Boden unter den Füßen weg, so dass ich kaum mehr Halt fand, aber ich genoss das warme Meer und den Anblick der sich hoch auftürmenden Schaumkronen, deren Gischt mich hier und da traf. Nach einiger Zeit sah ich von weitem einen Einheimischen mir entgegenkommen; der Strand war meistens menschenleer, denn es war Nebensaison.
Es war ein Fischer, der mich vor den starken Wellen warnte und mir vorschlug, auf die andere Seite der Bucht zu gehen, wo ich ohne Gefahr schwimmen könne und am vorgelagerten Riff Krebse und fliegende Fische zu sehen bekäme. Er warnte mich nochmals eindringlich vor den gefährlichen Strömungen, die sehr stark seien. Diese würden oft leicht unterschätzt und so mancher Tourist habe über die Jahre hier schon sein Leben verloren.
Der Spaziergang dorthin erstreckte sich über gut 1 km, aber es hatte sich gelohnt … die Bucht von Dodanduwa ist wunderschön; Fischerboote lagen vertäut am Strand und in den Felsen konnte ich Hunderte von kleinen Krebsen und sogar fliegende Fische bestaunen.


