15. April 2014
Die Straße schlängelte sich in engen Kehren den Berg hinauf, und je höher wir kamen, desto weiter ließen wir die schwüle Küstenebene hinter uns.
Jede Kurve wurde mit neuen Ausblicken belohnt: Endlose Teeplantagen breiteten sich vor uns aus, kunstvoll in Terrassen angelegt und in einer solchen Präzision geordnet, dass sie fast wie am Reißbrett entworfen wirken. Die sanften Hügel der Cardamom Hills erheben sich bis auf etwa 1300 Meter Höhe – dort liegt auch der Periyar-Nationalpark, ein geschütztes Gebiet, in dem Tiger, große Elefantenherden, Sambarhirsche, Leoparden und seltene Makaken ihren Lebensraum haben.
So weit das Auge reichte, dominierten die sattgrünen Teefelder die Landschaft. Entlang der Straße in Richtung Kumily – einem kleinen, beschaulichen Ort in den Cardamom Hills – wechselte die Vegetation stetig ihr Gesicht: von Kokospalmen, Bananenstauden, Jackfrucht- und Papayabäumen sowie Kautschukplantagen hin zu Kakao, Kaffee und Tee. Schließlich trat auch Kardamom hinzu, dessen aromatische Pflanzen zur Familie der Ingwergewächse gehören und der Region ihren unverwechselbaren Duft verleihen.
Bei einem Zwischenstopp in Pattumala, wo sich eine malerisch gelegene Kirche befindet, bot sich mir die Gelegenheit, den Teepflückerinnen aus nächster Nähe bei ihrer Arbeit zuzusehen. Es ist eine mühsame und körperlich anspruchsvolle Tätigkeit, und der Verdienst ist mit etwa 10 Euro pro Tag äußerst gering – auch wenn die Arbeiterinnen hier noch besser bezahlt werden als in vielen anderen Bundesstaaten Indiens.
Der Besuch eines Gewürzgartens unweit meiner nächsten Unterkunft gehörte zum Programm, bevor ich schließlich zum Hotel Greenwood Resort in dem kleinen, beschaulichen Ort Kumily gebracht wurde.
Bereits beim Betreten des Resorts hatte ich das Gefühl, mich nicht in einem klassischen Hotel, sondern in einer sorgfältig gestalteten tropischen Gartenanlage zu befinden. Ein schmaler Weg führte mich an dichtem Grün, exotischen Pflanzen und hohen Bäumen vorbei zu meinem Apartment – ihre Blätter bildeten ein schützendes Dach und ließen das Licht nur sanft hindurch.
Das Hotel gefiel mir außerordentlich gut: Mein Zimmer war komfortabel eingerichtet, und eine kleine „Teebar” mit diversen Snacks lud zum Verweilen ein. Doch zuerst wollte ich die herrliche Gartenanlage erkunden. Ich war beeindruckt von der Vielfalt der Pflanzen – Palmen, blühende Sträucher und alte, hochgewachsene Bäume schufen eine Atmosphäre, die gleichermaßen lebendig und beruhigend wirkte. Während ich über die verschlungenen Wege schlenderte, hörte ich Vogelstimmen und das leise Rascheln der Blätter. Plötzlich nahm ich ein ungewohnt lautes Geräusch wahr: es war das Zirpen einer Zikade, die ich an einem der Bäume entdeckte.
Ich war beeindruckt von der Vielfalt der Pflanzen: Palmen, blühende Sträucher und alte, hoch-gewachsene Bäume schufen eine Atmosphäre, die gleichermaßen lebendig und beruhigend wirkte. Während ich über die verschlungenen Wege schlenderte, hörte ich Vogelstimmen und das leise Rascheln der Blätter. Plötzlich nahm ich ein für mich extrem lautes Geräusch wahr, nämlich das Zirpen einer Zikade :













