Das Kernland des Mogulreiches lag in der nordindischen Indus-Ganges-Ebene um die Städte, Delhi, Agra und Lahore. Auf dem Höhepunkt seiner Macht am Ende des 17. Jahrhunderts umfasste das Mogulreich fast den gesamten Subkontinent und Teile des heutigen Afghanistans.
Am heutigen Tag stand die Besichtigung von Fatehpur Sikri auf dem Plan. Sikri wurde von Babur, dem ersten Großmogul von Indien, entdeckt. Babur, ein aus Zentralasien stammender Fürst der Timuriden-Dynastie, gab dem Dorf anscheinend den Titel “Shukri” was in der persischen Sprache bedeutet ” der dankbar war”.
Baburs Enkel, Akbar I, gilt als bedeutendster Mogulherrscher, der das Reich militärisch, politisch und wirtschaftlich festigte. Sein Ziel war es, diese Stadt als Hauptstadt zu nutzen, aber vermut-lich verliess er Fatehpur Sikri ( Stadt des Sieges) mit seinem Hofstaat wegen unzureichender Wasserversorgung und ging nach knapp 10 Jahren nach Lahore.
Akbar I. regierte von 1556 – 1605 und erlangte Ruhm als hervorragender Diplomat und Militär-stratege, indem er seine neu gewonnenen Gebiete durch eine Politik religiöser Toleranz im Dialog mit Vertretern der wichtigsten Glaubensrichtungen stärkte.
Säule in der privaten Audienzhalle Jodha Bai PalastDiwan-i-Khas – orivate Audienzhalle offener Hindutempel im Jodha Bai Palast
Der Jodha Bai Palast ist der größte Palastkomplex innerhalb des Frauenbereiches, dem Zenana, von Großmogul Akbar für seine bevorzugte Gemahlin, Jodha Bai errichtet wurde.
Als erster Mogulherrscher heiratete er eine hinduistische Rajputen Prinzessin aus Amber, nämlich jene Jodha Bhai auch bekannt als Mariam-uz-Zamani und schaffte die allen Nicht-Muslimen auferlegten Sondersteuern ab.
Indem er, oft durch Eheschließungen, die Loyalität lokaler Fürsten gewann, gelang es ihm, ein effizientes Steuersystem einzuführen, welches ihm schließlich ermöglichte, die Bauten in Fatehpur Sikri zu finanzieren.
Swayambhunath – der „aus sich selbst entstandene Gott“ – wirkte wie ein Ort außerhalb der Zeit. Der Name „Swayambhu“, „selbstentstanden“, bekommt hier eine fast greifbare Bedeutung. Einer alten Legende zufolge war das Kathmandu-Tal einst ein See, aus dem sich ein Lotus erhob – und aus diesem die Stupa entstand.
Als ich die Stufen zum Swayambhunath hinaufstieg, liess ich den Lärm Kathmandus Schritt für Schritt hinter mir. Mit jeder Stufe wurde es ruhiger – und gleichzeitig intensiver. Gebetsfahnen spannten sich über den Weg, Affen beobachteten neugierig das Geschehen, und irgendwo lag dieser ganz eigene Duft von Räucherwerk in der Luft.
Swayambhunath ist ein Tempelkomplex, der im Westen von Kathmandu auf einem Hügel erbaut worden ist und sowohl Buddhisten als auch Hindus als ein Ort der Anbetung und Ehrerbietung dient. Man schätzt, dass dieses buddhistische Heiligtum ca. 2000 Jahre alt ist; der buddhistische Stupa, flankiert von zwei hinduistischen Tempeln ist sogar von Kathmandu aus zu sehen. Wegen der zahlreichen Affen, die die Anlage bevölkern, wird der Berg auch”Affenberg” genannt. Der strahlend weisse Dom versinnbildlicht das vollkommene Nirwana (Zustand der Befreiung vom Inkarnationszyklus), und die alles sehenden Augen Buddhas blicken in alle Richtungen. Sie verkörpern Weisheit und Mitgefühl
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Oben angekommen öffnete sich mir der Blick über die Stadt – und gleichzeitig schien sich alles nach innen zu richten. Pilger drehten leise die Gebetsmühlen, murmelten mir unverständliche Mantras und verweilten andächtig vor der Stupa. Trotz der vielen Besucher lag eine besondere Ruhe in der Luft
Ganz früh am nächsten Morgen besuchte ich nochmals den Tempel. Bei aufgehender Sonne war der Anblick der Stupa mit ihrem goldenen Relief und den tiefgründigen Augen nochmals ein ganz besonderes Erlebnis.
Ein indischer Freund aus Cochin, Kerala, hatte durch einen Freund seinerseits, der eine Reiseagentur leitet, die Rundreise durch Südindien organisieren lassen. Obwohl ich auch jenen indischen Freund nicht persönlich kannte, vertraute ich ihm ganz und gar und fühlte mich gut beraten.
Am 12. April 2014 trat ich dann meine Reise nach Kerala an. Der Flug mit Indigo von Jaipur nach Trivandrum dauerte insgesamt 9 Stunden, mit 2 Zwischenstopps, einem in Ahmedabad und in Chennai, wo ich einen Aufenthalt von gut 3 Stunden hatte. Gleich nach meiner Ankunft auf dem Flughafen von Trivandrum kontaktierte mich der Manager der Reiseagentur, um sich zu erkundigen, ob ich gut angekommen sei und teilte mir mit , dass ein Fahrer bereits auf mich warte, der in den nächsten 7 Tagen mir zur Verfügung stände.
Er gab mir noch ein paar wertvolle Tips für meinen Aufenthalt und äusserte den Wunsch, dass auch er mich gerne persönlich am Ende der Rundreise, ebenso wie Sunil, den ich ja nur vom Internet her kannte, kennenlernen möchte. Ich war sehr erfreut über die Fürsorge und fühlte mich in wirklich guten Händen.
Der mir zugeteilte Fahrer, der auch zugleich mein Reisebegleiter war, holte mich vom Flughafen ab und brachte mich auf direktem Wege nach Kovalam zu meinem Hotel. Es war mittlerweile schon Abend geworden und somit war auch nichts weiteres mehr geplant. Der Fahrer war nicht sehr gesprächig; sein Hinglisch, wie indisch gesprochenes Englisch auch genannt wird, war nicht sonderlich gut zu verstehen. Ich war meinerseits aber auch nicht mehr wirklich aufnahmefähig für irgendwelche Informationen und war froh, als ich im Hotel ankam.
Früh am nächsten Morgen unternahm ich erst einmal einen kleinen Spaziergang durch die großzügige Gartenanlage des Hotels, Trivandrum Heritage, dass nur wenige Minuten vom Flughafen in der kleinen Stadt Kovalam, entfernt liegt. Viel Zeit zum Geniessen blieb leider nicht, denn bereits um 9:00 wollte mich Robin, mein Reisebegleiter, für unseren Tagesausflug abholen.
Im Laufe der Zeit gewöhnte ich mich an die eigenartige Aussprache, dem sogenannten Indenglish und verstand ihn zunehmend besser. Im Gegensatz zu meinem Reiseleiter von Nordindien, der sehr gesprächig und wissbegierig war, gewann ich bei meinem neuen Begleiter, Robin, den Eindruck, dass er voll und ganz ausschliesslich seine Aufgabe darin sah, mich mit Informationen über die jeweiligen Sehenswürdigkeiten zu versorgen, was ja auch vollkommen in Ordnung war.
Ein kleiner Ausflug in die Geschichte
Kerala, ein Bundesstaat im Südwesten Indiens an der Malabar-Küste, mit über 33 Millionen Einwohnern der zwölftgrößte Bundesstaat, war berühmt geworden für seine Vielfalt an exotischen Gewürzen, die in Europa immer begehrter geworden waren. Nach der Entdeckung des Seeweges nach Indien (1498) durch Vasco da Gama, einem portugiesischen Seefahrer, der vom portu-giesischen König Manuel beauftragt war, wegen der hohen Zölle des Osmanischen Reiches einen Weg nach Indien zu finden, entwickelte sich in dem südlichwestlichen Teil Indiens ein lebhafter Handel.
Da die Küstenstädte über Häfen verfügten, die für europäische Missionare ebenso wie Entdecker leicht zugänglich waren, zog es somit auch viele portugiesische Händler nach Indien, die damit den Weg im 15. Jahrhundert für die westliche Kolonialisierung ganz Indiens ebneten. Aus Indien kamen hingege diverse Handelsgüter, vorwiegend Gewürze, nach Portugal: Pfeffer, das teuerste Gewürz im Mittelalter (in Lissabon brachte Pfeffer einen Gewinn von 500 Prozent; Ingwer, Gewürznelken, Muskat, Kardamom Kurkuma sind heute aus der europäischen Küche nicht mehr wegzudenken.
Viele andere Dinge erinnern heutzutage immer noch an jene Zeiten. Die portugiesische Herrschaft hat deutliche Spuren hinterlassen. Das zeigt sich nicht nur in dem für indische Verhältnisse hohen Anteil katholischer Christen an der Bevölkerung. Die Sprache der Bewohner, das Konkani, hat viele portugiesische Ausdrücke aufgenommen. Vor allem in den Städten Goas, z.B. in der Hauptstadt Panaji und in Velha Goa, sind noch viele charakteristische Bauten aus der Kolonialzeit erhalten. Als Folge der portugiesischen Herrschaft über einige Jahrhunderte ist auch bemerkenswert, dass Kerala die niedrigste Bevölkerungswachstumsrate sowie eine Alphabetisierungsrate von 95,5% hat, dazu gehört auch dass es ein Bundesstaat mit der höchsten Lebenserwartungsrate ( 77 Jahre) ist. Korruption ist hier am wenigsten verbreitet, ganz im Gegensatz zu allen anderen Bundes-staaten Indiens.
Das Hotel Travancor Heritage Resort in Kovalam, in dem ich untergebracht war, ist eine sehr schöne Hotelanlage mit vielen kleinen Bungalows, die sich weitläufig über einen großen, sehr schön gestalteten Garten verteilten. Von meinem Zimmer aus hatte ich direkten Blick auf das Arabische Meer; der kleine Balkon lud zum Verweilen ein und die gut ausgestattete Kaffeebar war auch nicht zu verachten.
Blick auf das Arabische MeerTravancore Heritage Resort, Kovalam
13. April 2014
Für den heutigen Tag war nur ein kleines Ausflugsprogramm geplant, u.a. der Besuch einer Bildergalerie, ein Museumsbesuch sowie der Sri Padmanabhashwamy Tempel.
Trivandrum MuseumSri Padmanabhaswamy Tempel
Den Rest des Tages hatte ich für mich, was mir ganz recht war, denn die vielen Stunden im Flugzeug einschließlich der langen Wartezeiten zwischen den Anschlussflügen hatten mich ein wenig angestrengt.
Schon am frühen Morgen hatte ich mich nicht mehr ganz wohlgefühlt. Mir lag das Abendessen vom Tag zuvor noch mächtig im Magen … deshalb entschied ich mich, für den Rest des Tages nur noch Papaya zu verzehren, die für ihre verdauungsfördernden Eigenschaften bekannt ist. So verbrachte ich meinen Nachmittag und Abendstunden mit Papaya und grünem Tee gemütlich auf meinem Balkon und genoss es zuzusehen, wie allmählich die Sonne im Meer versank.
Auch am nächsten Tag hatte ich noch ein unangenehmens Völlegefühl. Ich verspürte absolut keinen Hunger und erst recht keinen Appetit auf das Frühstück. Auf dem Weg nach Alupuzzha zu den Backwaters besorgte mir Robin, mein Reiseleiter, nochmals eine kiloschwere Papaya, die mir als Ersatz fürs Frühstück gerade recht war …
Eine reife Papaya mit ein wenig Zitronensaft beträufelt ist nicht nur verdauungsfördernd sondern schmeckt dazu auch noch sehr gut. Sie enthält mehr Vitamin C als Orangen und durch den hohen Anteil an Beta-Carotin trägt die Frucht zur Reduzierung von schädlichen freien Radikalen bei – es war also eine gute Wahl, meinen heutigen Tag gut zu überstehen
Mit dem Taxi fuhren wir zu dem Tempel, der sich ca. 3 km nordwestlich von Kathmandu befindet. Er gehört zu den zwei heiligsten Tempelstätten Nepals .Die heilige Stätte am Ufer des Bagmati-Flusses beeindruckt durch ihre prächtige Pagodenarchitektur, die spirituelle Atmosphäre und die zahlreichen rituellen Zeremonien, die hier täglich stattfinden. Pashupathinath ist nicht nur ein religiöses Zentrum, sondern auch ein kulturelles Symbol Nepals.
Er ist weit jenseits des Kathmandu-Tals bekannt, in welchem die Gottheit Shiva als der Zerstörer und auch als der Herr des Lebensverehrt wird. Das große Gebiet von Pashupathinath ist für Touristen nur teilweise zugänglich. Der Tempelhof und der Tempel selbst sowie die Arya Ghats dürfen nur von Hindus betreten werden. Hier, am Bagmati Fluss, wird eines der faszinierendsten Rituale zelebriert – das Aarti Ritual.
Der Bagmati hat eine große Bedeutung im Hinduismus. Es wird angenommen, dass ein heiliges Bad in diesem Fluss die Sünden wegwaschen kann. Aarti ist ein Ritual der Anbetung, bei dem den Göttern Licht in Form von getränkten Dochten mit Ghee angeboten wird. Priester führen die Aarti auf, indem sie Öllampen in kreisförmigen Bewegungen um sich drehen und ihre Handlung dabei dem Göttlichen widmen. Bhajan, Lieder mit religiösem Thema, werden von Anhängern während der Aarti gesungen und schaffen eine besondere Atmosphäre.
Am dem Tempel gegenüberliegenden Ufer durfte ich die Zeremonie einer Verbrennung erleben – was zunächst erst einmal ein gewisses Unbehagen bei mir auslöste. Für Hindus gilt es als erstrebenswert in Pashupatinath verbrannt zu werden. Am linken Ufer des Bagmati Flusses liegen die Verbrennungsstätten. Auch im Tod ist das Kastenwesen noch gegenwärtig – so sind die Arya Ghats Verbrennungsstätten der höheren Kasten vorbehalten und die Surya Ghats sind die Verbrennungsstätten für die niederen Kasten.
SadhuEingang zum Hindutempel
Bagmati Fluss – in dem die Sünden des irdischen Lebens weggewaschen werden
Aus hinduistischer Sicht ist es nur die körperliche Hülle, die verbrannt wird, nicht hingegen die Seele selbst- sie existiert weiter. Diese steigt in den Himmel auf, schlüpft in einen neuen Körper und beginnt abermals den Weg durch das Leben. Tod und Wiederkehr – das ist der Kreislauf, der ewig anhält und für den Shiva wie kein anderer Hindugott steht. Hindus kennen keinen Anfang, und sie kennen kein Ende, für sie gibt es nur das Rad einer beständigen Wiederkehr.
Hier, inmitten der rituellen Zeremonien, wird der Kreislauf des Lebens und Sterbens sichtbar. Als westlicher Besucher empfand ich eine Mischung aus Ehrfurcht und Nachdenklichkeit. Diese Zeremonien sind nicht nur ein Teil des kulturellen Erbes Nepals, sondern sie laden auch dazu ein, über den eigenen Umgang mit dem Tod und die Bedeutung des Lebens nachzudenken.
Das Tal war schon 800 v. Chr. bis 300 n. Chr. unter der Herrschaft der Kirati (wahrscheinlich ein Bergvolk aus Ost-Nepal) ein blühendes Handelszentrum.
Um 300 n. Chr. fiel die Macht in die Hände der aus Indien stammenden Licchavi-Dynastie, die den Hinduismus und das Kastenwesen mitbrachten. Etwa 1000 Jahre später geriet das gesamte Tal unter die Herrschaft der Newaren– dem Begründer der heute noch verehrten Malla-Dynastie. Drei Generationen später wird das Reich unter drei Brüdern und einer Schwester aufgeteilt, jeweils mit den Hauptstädten Kantipur, Lalitpur, Bhaktapur und dem östlich an das Kathmandutal angrenzende Banepa.
In allen drei Städten entstanden, hauptsächlich von Newar-Künstlern, Tempelbezirke mit prächtigen Pagoden und Palästen. Der Wohlstand der Stadt beruhte auf dem blühenden Handel und den Zolleinnahmen.
Der Name Kathmandu, früher bekannt als Kantipur, leitet sich von Kasthamandap ab, einem Rasthaus, das aus dem Holz eines einzelnen Baumes errichtet wurde.
Königspalalast und Maju Dega Tempel rechts
Der Königspalast, der seit dem 14. Jahrhundert den Königen als Residenz dient, liegt zwischen dem Durbar Square und dem Basantapur Square. Bevor 1933 ein Erdbeben große Teile zerstörte, umfasste der Palastbezirk über dreißig Innenhöfe (chowks).
Heute befinden sich nicht mehr ganz so viele Innenhöfe hinter den Palastmauern. Das Innere wird durch das prächtig vergoldete Hanuman Dhoka Portal betreten, das nach dem hinduistischen Affengott Hanuman benannt wurde.
Kathmandu wirkte auf mich wie ein lebendiges Labyrinth aus engen Gassen, jahrhundertealten Tempeln und bunten Märkten. Überall spürt man religiöse Rituale, Straßenverkäufer bieten ihre Waren feil. Hier funktioniert noch das Zusammenspiel von Tradition und Alltagsleben und ich stellte mir vor, wie es im Mittelalter gewesen sein mag.
Indra Chowk
Patan
Shiva-Parvati Tempel
Basanthapur
Die Altstadt ist geprägt von hinduistischen Tempeln, insbesondere am Durbar Square; weitere wichtige religiöse Bauwerke und Heiligtümer finden sich in den äußeren Bezirken der Stadt: Pashupatinath, sowie buddhistische Stupas und Heiligtümer in Boudhanath und Swayambhunath Tempel Komplex. Trotz der extrem hohe Bebauungsdichte verfügtdie Altstadt aber noch über die ursprüngliche Blockstruktur mit der für sie typischen Innenhofbebauung mit den sogenannten Bahals.
Eines der bekanntesten ist das von der “lebenden Göttin Kumari” das Kumari Bahal.
Kumari’s Residence Kathmandu
Der Kult um Kumari Devi ist ein einzigartiger hinduistischer Brauch, der vor allem in Nepal und Teilen des angrenzenden Indiens gepflegt wird. In dessen Mittelpunkt steht die Verehrung eines vorpubertären Mädchens als lebende Göttin und Manifestation der göttlichen weiblichen Energie, Shakti. Es handelt sich hierbei um den weiblichen Aspekt des geschlechtslosen, formlosen absoluten Gottes Brahma.
Die ruhigen, großen Bahals sind in der Regel nur durch schmale, niedrige und unscheinbare Zugänge zu erreichen und bilden einen starken Kontrast zum dichten Gedränge und Lärm in den Gassen.
Marktalltag Aakash Bhairav TempelIndra Chowk Markt in Kathmandu
Indra Chowk ist einer der lebendigsten und historisch bedeutendsten Marktplätze Kathmandus. Es ist ein Schmelztiegel aus Kultur, Handel und Tradition. Mitten im Herzen der Hauptstadt gelegen, ist dieser geschäftige Knotenpunkt seit langer Zeit ein zentraler Ort für Handel, religiöse Feste und gesellschaftliche Zusammenkünfte. Die Bausubstanz der Wohngebäude, in der Altstadt vielfach im newarischen Baustil mit kunstvoll geschnitzten Fenstern versehen, ist meist sehr schlecht und vom Verfall bedroht. Verfallene oder abgerissene Häuser werden, wie im ganzen Lande, wie so vielerorts auch, durch Einfachst-Betonbauten ersetzt. Diese Entwicklung schreitet leider schnell voran. Somit ist zu erwarten, dass es das ursprüngliche Kathmandu in wenigen Jahren nicht mehr geben wird.
Basanthapur Durbar Square
Garuda in Namaste Position
Jagannath Temple Kathmandu
Dharahara auch Bhimsen Tower genannt, ist ein neunstöckiger Turm (61,88 m hoch) im Zentrum von Sundhara, Kathmandu. Die 213 Stufen führen hinauf zum Balkon des 8. Stockwerk, von dem aus Kathmandu in alle Himmelsrichtungen überblickt werden kann. Der Original Bhimsen Turm war 1824 erbaut worden und umfasste ursprünglich 11 Stockwerke, fiel aber einem Erdbeben zum Opfer. Der zweite Bhimsen Turm, den wir heute besichtigen können, war 1832 für die Nichte vom Premierminister Nepals, Bhimsen Thapa gebaut worden und diente dem Militär als Wachtturm. Architektonisch gesehen hat der Turm ein minarettartiges Aussehen, was den mogulischen Einfluss in der Architektur erahnen lässt.
Patan – die “Schwesterstadt” von Kathmandu
Die alte Stadt Patan, 5 km südöstlich von Kathmandu gelegen, gilt als Stadt der “Schönen Künste”. Der Überlieferung zufolge ist die Stadt die älteste im Kathmandu Tal; sie liegt am Südufer des Bagmati Flusses und bildet mit Kathmandu eine Doppelstadt. Sie ist ca. 2300 Jahre alt und galt vor mehr 1000 Jahren mit rund 100.000 Einwohnern als die zehntgrösste Stadt der Welt.
Der im 17. Jahrhundert erbaute Krishna Tempel besitzt eine beherrschende Rolle innerhalb des Tempelbezirkes.
Krishna Mandir Am bemerkenswertesten sind die Steinschnitzereien entlang des Balkens über der Säule im ersten und zweiten Stock. Die Säulenschnitzereien im ersten Stock erzählen die Ereignisse des Mahabharata, während im zweiten Stock visuelle Schnitzereien aus dem Ramayana zu sehen sind. Es wird vermutet, dass er das erste im Shikhara Stil, was im Sanskrit: Berggipfel bedeutet, erbaute Bauwerk Nepals ist und dies der einzige Tempel der Landes ist, der eine aus Stein errichtete Turmspitze enthält.