22.März 2014
Chobhar ist eine Gemeinde in Kirtipur, die reich an ihrer eigenen Kultur und Lebensweise mit einer großartigen Geschichte ist. Der Adinath Lokeshwar Tempel wurde im 15. Jahrhundert erbaut und wird von Buddhisten als eine Form des Bodhisattva Avalokiteshvara und von Hindus als Surya, dem Sonnengott, geehrt.
Bei dem Adinath – Lokeshwar handelt es sich um einen heiligen Tempel für Hindus und auch Buddhisten und war Anandadi Lokeshwar gewidmet, einem der vier wichtigsten Bodhisattvas * , die im Kathmandu-Tal als Lokeshwars verehrt werden.
Der Tempel ist vor allem für seinen einzigartigen Brauch bekannt, bei dem Pilger Töpfe und Pfannen an den Wänden und Dachstützen des Tempels aufhängen; daher wird er auch als „Topf- und Pfannentempel“ bezeichnet. Man nimmt an, dass diese Tradition im 17. Jahrhundert entstand, als ein wohlhabender Kaufmann einen goldenen Topf an die Tempelwand hängte, um für das Wohlergehen seiner Familie zu beten. Der Topf soll seinen Wunsch erfüllt haben, und bald darauf begannen andere Pilger, ihre eigenen Töpfe und Pfannen am Tempel aufzuhängen, in der Hoffnung, ähnliche Segnungen zu erhalten.

Über den Adinath-Tempel gibt es folgende Legende …
In alten Zeiten war die Bevölkerung vielen Arten von Epidemien ausgesetzt. Es traten häufig Pocken, Cholera, Masern, Tuberkulose, Malaria usw. auf, woran viele Menschen in einem recht frühen Alter verstarben.
Wenn Menschen an solchen Erkrankungen starben , wurden sie (heute noch normales Prozedere) eingeäschert. Die Ehefrauen liessen sich mit den Leichnamen ihrer Ehemänner zusammen verbrennen. Dies wird Sati genannt (Witwenverbrennung – eine weitgehend historische Praxis, die hauptsächlich unter Hindus anzutreffen ist). Dann blieb die Mitgift (Kvasaḥ), die die Schwiegertochter während ihrer Ehe mitgebracht hatte, im Haus ungenutzt. Es wäre für die Familienmitglieder schmerzhaft, diese Utensilien zu Hause zu sehen. Um diese Schmerzen loszuwerden, boten sie dem Tempel diese Utensilien an.
Weitere Sehenswürdigkeiten
Kirtipur, das nächste Ziel unseres Tagesausfluges, liegt auf einem Hügel südwestlich des Zentrums von Kathmandu und gilt als eine der ältesten Siedlungen im Tal. Ein Spaziergang durch die verwinkelten Straßen fühlt sich an wie ein Spaziergang durch ein traditionelles nepalesisches Dorf – darüberhinaus bietet Kirtipur einige der schönsten Ausblicke auf das weitläufige Kathmandu, sowie die Hügel und Berge dahinter. Kopfsteinpflasterstraßen, alte Backsteinhäuser mit kunstvoll geschnitzten Tür- und Fensterrahmen und mehrschichtigen Pagoden prägen das gesamte Stadtbild.

Ein Hindu-Tempel in Kirtipur, der Bhagh Bhairav gewidmet ist, einer Inkarnation von Lord Shiva als Tiger. Die Bewohner des kleinen Ortes glauben, dass Bhagh Bhairav sie beschützt.
Chilancho Stupa -das ältestee Denkmal Kirtipurs. Eswird angenommen, dass es sich um eine von mehreren Stupas handelt, die vom Mauryan KaiserAshoka im 3. Jhdt. v.Chr. gegründet wurde

Manju Shree Park



Ein weiteres Ausflugsziel rundete den Tag ab – der Taudaha See, um den sich ebenfalls eine Legende rankt. Der See ist der mythischen Erzählung nach einem Schlangenkönig und seinem unterwasserreich benannt.
Nach der buddhistischen Mythologie wurden den unzähligen Nörgel, die Halbschlangen, Halbmenschen-Kreaturen sind, ihr natürlicher Lebensraum durch Manjushree genommen. In diesem See fanden der König der Schlangen und seine Untertanen ihr neues Reich, daher der NameTa(u) Schlange und Daha, der See.


Nach der nepalesischen Mythologie ist der Bodhisattva Manjushree (der Bodhisattva der Weisheit) der Schöpfer des Kathmandu-Tals und der Begründer der nepalesischen Zivilisation. Die Legende besagt, dass das heutige Kathmandu-Tal ursprünglich ein riesiger, von Bergen umgebener See namens Nagdaha war, in dem Schlangen (Nagas) lebten.
Bodhisattvas * Im Mahāyāna haben Bodhisattvas einen besonders zentralen Stellenwert. Sie stehen für die Haltung, den eigenen Fortschritt mit größtem Mitgefühl und Weisheit zu verbinden und verkörpern die Synthese aus ethischem Handeln, Meditation und Weisheitspraxis- besonders wichtig ist, dass Mitgefühl nicht nur Gefühl bleibt, sondern sich in wirksamen Taten zeigt.