Eine Woche im Norden
April 2014
Am 07. April um 11:40 ging es mit Spicejet, einer indischen Billigfluggesellschaft, von Kathmandu nach Delhi, der Hauptstadt Indiens. Die Reiseroute war von der indischen Reiseagentur Inbound Intersight, die mir von einem indischen Freund empfohlen worden war, zusammengestellt. In einem zeitlichen Rahmen von 14 Tagen waren 7 Tage für Nordindien und 7 Tage für Südindien vorgesehen. Mir war klar, dass diese Zeit ziemlich knapp bemessen sein würde für ein Land von dieser Größe, aber ich betrachtete es als “Indien für Anfänger” also zum Kennenlernen. Ich bekam so einen ersten Eindruck von Indien und es gab mir die Möglichkeit, meinen Bekannten Sunil in Vaikom zu treffen, den ich vor einiger Zeit über die Webseite für Traveller ‘WAYN’, was für “Where Are You Now” steht, ebenso wie meinen zuvorigen Gastgeber und Reisebegleiter aus Nepal kennengelernt hatte.
Geplant waren die wichtigsten Sehenswürdigkeiten vom Norden Indiens, wie z.B.der Besuch der Gedenkstätte von Mahatma Gandhi in Delhi Rajv Ghat, das berühmte Taj Mahal in Agra, in Jaipur der Palast der Winde und im Anschluss im Süden Indiens eine Bootstour in den Backwaters von Kerala.
Der Flughafen Indira Gandhi International Airport in Delhi ist beeindruckend groß: Mit einer Fläche von rund 502.000 m² zählt er zu den größten Passagierterminals der Welt und fertigt jährlich weit über 60 Millionen Fluggäste ab. Dennoch fand ich mich schnell zurecht – alle Bereiche sind auch auf Englisch ausgeschildert, sodass ich mühelos zu den zahlreichen Immigrationsschaltern gelangte.
Die Einreiseformalitäten erledigte ich zügig, da ich mein Visum bereits im Voraus beantragt hatte. Kurz darauf erschien auch mein Koffer auf dem Gepäckband – ein reibungsloser Start, der die Vorfreude auf meine Entdeckungsreise noch steigerte.
Am Ausgang erwartete mich bereits ein Mitarbeiter der Reiseagentur Inbound Intersight mit einem Namensschild. Mein Reiseleiter Harendra, der mich in den kommenden sieben Tagen begleiten sollte, sowie der Fahrer eines komfortablen Toyota Innova nahmen mich freundlich in Empfang und brachten mich in Richtung meines Hotels, dem Jivitesh Hotel in Neu-Delhi.
Unterwegs schlug Harendra vor, vor dem Einchecken noch in einem nahegelegenen Restaurant essen zu gehen – dort sei es deutlich günstiger als im Hotel. Da meine letzte richtige Mahlzeit schon eine Weile zurücklag, nahm ich den Vorschlag dankbar an.

Tandoori Chicken Masala- Hähnchen aus dem Tandoori Ofen
Dies war ein erster Vorgeschmack auf das, was mich künftig in Indien erwarten sollte -vielfältige kulinarische Abenteuer von mild bis ganz scharf.
Nachdem ich im Hotel Jivitisch, das sehr zentral in Neu Delhi liegt, eingecheckt war und mir eine kurze Ruhepause gegönnt hatte, schaute ich mich ein wenig in dem Hotel um und entdeckte das Restaurant. Schon verspürte ich wieder ein leichtes Hungergefühl und beschloss, mir die Menükarte anzuschauen. Die meisten Namen auf der Karte klangen ziemlich exotisch und ich hatte keine wirkliche Vorstellung, was sich dainter wirklich verbarg, aber in den nächsten Tage würde ich sicher genügend Gelegenheit haben, dieses und jenes auszuprobieren.

Die Auswahl war vielversprechend und reichlich, aber ich wollte erst einmal nur einen kleineren Snack zu mir zu nehmen.
Dosas sind dünne, krosse Pfannkuchen aus Linsen- und Reismehl, gefüllt mit würzigen Kartoffeln und Gemüse, dazu gab es ein Zwiebel-Tomaten-Chutney
Bisher kannte ich Chutney in süßer Variante als Mangochutney, aber mit der Zeit in Indien sollte ich lernen, dass es ganz verschiedene Arten von Chutneys gibt, von scharf, süßlich bis sehr sauer.





