Im März 2014- Kathmandu
Mit der Fluggesellschaft Etihad von Frankfurt nach Kathmandu hatte ich online einen günstigen Flug für knappe 650 Euro mit kurzem Stop over in Abu Dhabi buchen können. Die Flugzeit betrug insgesamt 12 Stunden.
Die Einreise in Nepal war ganz unkompliziert. Das Visum wurde bei der Ankunft in Kathmandu am Flughafen erteilt und galt für 30 Tage. Nachdem ich die Visaformalitäten erledigt und meine SIM-Karte für Nepal erhalten hatte, verließ ich mit einiger Aufregung das Flughafengebäude. Meine Gastgeber, Ghanshyam und seine Frau Meethu hatten seit zwei Stunden auf mich gewartet und mich sofort erkannt

Sie begrüßten mich aufs herzlichste und hängten mir eine prächtige Girlande aus schönen Blumen mit einer roten Schärpe versehen als Willkommensgruß um den Hals. Der Empfang fühlte sich an, als ob wir uns schon ewig lange gekannt hatten. Ich brachte vor lauter Rührung kaum ein Wort heraus und war sehr gespannt, was mich nun erwarten würde.

Vom Verkehrschaos, dem Lärm, dem Dreck und den heruntergekommenen Häusern geschockt, war ich äußerst gespannt, was mich erwarten würde. Die Fahrt zur Wohnung von meiner Gastfamilie verschaffte mir bereits einen ersten Eindruck. Durch die vielen Motorräder und uralten Autos, die sich massenhaft durch die Straßen zwängten, war die Luftverschmutzung extrem.
Das Zuhause von meinen Gastgebern befand sich in dem Stadteil Syuchatar, Kalanki, einem Stadtteil von Kathmandu. Es war eine 4 Zimmer Wohnung, zweckmäßig aber wohnlich eingerichtet. Zwei Töchter im Teenageralter warteten bereits neugierig auf die Ankunft der Besucherin .Von meinem Gastgeber wusste ich bereits, dass er zuvor als Lehrer gearbeitet hatte und von seiner Frau erfuhr ich, dass sie die Rektorin einer Dorfschule sei, die sich unweit vom Chitwan Nationalpark befindet.
Seine Frau, Meethu, hatte schon ein typisch nepalesisches Essen für mich vorbereitet und alle waren gespannt darauf, ob ich in der Lage bin, ebenso wie sie, meine Finger zum essen zu benutzen statt mit Messer und Gabel. Sie waren überrascht, dass ich mich gar nicht so ungeschickt anstellte, wie sie es anfangs erwartet hatten. Das Essen war sehr schmackhaft, wenn auch für mich etwas ungewöhnlich

Dal Bhat, das Nationalgericht:
Reis, Linsensuppe, Gemüsecurry, eingelegtes Gemüse (Achar) und
Für den Nachmittag hatte Ghanshyam nach kurzer Verschnaufpause ein Ausflug zum buddhistischen Swayambhunath Tempel, auch als Affentempel bekannt, geplant, welcher sich etwa zwei Kilometer westlich von Kathmandu auf einem sagenumwobenen Berg befindet.

Der etwa 2600 Jahre alte Swayambunath Tempel thront auf einem Hügel über Kathmandu und bietet einen atemberaubenden Blick auf die Stadt. Umgeben von betenden Mönchen, farbenprächtigen Gebetsfahnen und lebhaften Affen, strahlt der Tempel eine spirituelle Ruhe aus. Besonders stimmungsvoll ist der Ort bei Sonnenauf- oder -untergang, wenn die goldene Stupa im Licht leuchtet.




Affenhorden, die nicht immer friedlich sind, findet man in der gesamten Tempelanlage . Mir war geraten worden, mich ihnen nicht zu sehr zu nähern. Auf der Suche nach Nahrung sind sie gelegentlich sehr angriffslustig und es kann auch schon einmal vorkommen, dass sie dem arglosen Besucher die Tasche rauben, in der Hoffnung, etwas Essbares darin zu finden.
Swayambunath Tempel https://www.diesehnsuchtnachderferne.blog/?p=699