24. März 2014
Nur 25 km nordwestlich des Kathmandu-Tals windet sich eine Straße von Balaju bis zu einer Höhe von 2073 m bis zum Rand der Spitze, der Kakani-Höhe, von der sich normalerweise ein herrlicher Blick auf die Himalaya-Gebirgskette bietet, die sich von Annapurna, Everest über Manaslu bis Ganesh Himar und Gauri Shankar erstreckt – vorausgesetzt, es gibt klare Sicht. Wir hatten schon am frühen Morgen Kathmandu verlassen um rechtzeitig zum Sonnenaufgang den Bergkamm zu erreichen, aber der Nebel bedeckte den ganzen Morgen fast vollständig die Berge. Dennoch hatte sich der Ausflug hierher gelohnt. In der näheren Umgebung von Kakani sind zahlreiche Dörfer und terrassenförmig angelegte Felder zu sehen, auf denen Bauern u.a. Reis anpflanzen, Erdbeerfelder bewirtschaften und auch Süßwasserforellenteiche sind zahlreich angelegt.






An einem der kleinen Teestände beschlossen wir Halt zu machen um zu frühstücken, bevor wir uns auf den Weg zum Thai Memorial Park machten. Dieser wurde zum Gedenken an die 113 Opfer eines tragischen Flugzeugabsturzes der Thai Airways im Juli 1992 errichtet. Verursacht war das Unglück durch mangelhafte Kommunikation zwischen den Fluglotsen und Piloten bei dem Landeanflug auf den Internationalen Flughafen Tribhuvan in Kathmandu.
Unser nächstes Ziel war die kleine Stadt Balaju, welche bekannt ist für die Statue ´Schlafender Vishnu` im Balaju Park. Das Vishnu-Idol liegt friedlich auf den Windungen der mehrköpfigen Schlange Ananta.

Vishnu, schlafend auf der Schlange Ananta
Auf dem Hügel hinter Balaju befindet sich das ummauerte Nagarjun-Waldreservat, auch bekannt als Rani Ban (Königinnenwald), in dem Fasane, Hirsche, Affen zu Hause sind . Der malerische Wald gilt als einer der letzten unberührten Orte im Kathmandu-Tal. Einige Militärposten waren zu passieren, als wir noch einen kurzen Abstecher zum Osho Tapoban machten, einem Meditationszentrum, welches nicht nur sogenannten Bhagwan-Anhängern offensteht .
Wer mehr über diese “Bewegung” erfahren möchte, der klicke auf diesen Link: https://www.spiegel.de/geschichte/bhagwan-bewegung-a-948789.html
Auf dem Weg zurück nach Kathmandu bekam ich noch einen sehr schönen Eindruck von der ländlichen Idylle und genoss die saubere Luft bevor es zurückgehen sollte in die durch Ruß und Schwefeldioxid verpestete Luft von Kathmandu.
Kathmandu gehört aufgrund der rasanten Entwicklung und vielen alten, umweltschädlichen Fahrzeugen zu den Städten mit der schlechtesten Luftqualität weltweit. Aber nicht nur die Abgase von den Fahrzeugen sondern auch die Luftverschmutzung durch Verwendung von Brennholz, landwirtschaftlichem Dung oder Reststoffe in traditionellen Öfen, so wie sie in ca. 70 % der Häuser in Nepal noch verwendet werden, tragen zur Verschmutzung bei.
Aus diesem Grund sieht man in Kathmandu im Straßenverkehr viele Menschen mit Masken, die zum Schutz gegen Feinstaubbelastung tragen .





Auch ich war in nicht unerheblichem Maße beeinträchtigt, wenn wir mit dem Taxi innerstädtisch unterwegs waren. So war ich froh, dass wir hier in dieser ländlichen Region um Kakani herum uns einige Zeit aufhielten. Das gab meinen Bronchien die Chance, sich wieder ein wenig zu erholen.