Bhaktapur

Die dritte und kleinste der Königsstädte neben Kathmandu und Lalitpur

Meine Reise in Nepals Vergangenheit

25. März 2014

Für den heutigen Tag war der Besuch der Stadt Bhaktapur vorgesehen, die gerade einmal 15 km von der nepalesischen Hauptstadt entfernt liegt. Bhaktapur hat so gar nichts mit dem chaotischen Kathmandu gemein. In vielen Bereichen der Stadt sind motorisierte Verkehrsmittel verboten, weshalb es in den engen Gassen sehr ruhig und entspannt zugeht. Somit ist die Erkundung Bhaktapurs gänzlich unproblematisch da alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu erreichen sind.

Nyatapola Temple, Bhaktapur
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Die Stadt Bhaktapur, auch bekannt als Bhadgaon, was so viel bedeutet wie “Reis Stadt” in Nepalesischer Sprache, stammt aus dem frühen 8. Jahrhundert. Es war das größte der drei Newari-Königreiche im Kathmandu-Tal (die anderen beiden waren Kathmandu und Patan) und Bhaktapur war bis zur zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts die Hauptstadt von ganz Nepal. Das Bild der mittelalterlich anmutenden Stadt wird bestimmt von der Töpferkunst, einer traditonellen Musikszene und ist bekannt für ihre hochwertigen Holzarbeiten . Überall, wo man hinschaut, finden sich detaillierte Schnitzereien an Tempeln, Gebäuden, und Fenstern, die vollständig aus Holz bestehen.

Unter den drei großen Städten des Kathmandu-Tals hat Bhaktapur einige seiner alten Lebensweisen bewahrt und erinnert daran, wie das gesamte Kathmandu-Tal im Mittelalter ausgesehen haben muss. Die bemerkenswerte Architektur, die exquisiten Holzschnitzereien und das Metallhandwerk, die in der Stadt zu sehen sind, erinnern an die Zeit der Malla-Herrscher, die Kunst wie keine andere Dynastie förderten. Die Einwohner von Bhaktapur gehören ethnisch zu den Newar und so ist das gesamte Stadtbild geprägt von Meisterwerken von Bauwerken im Newar Stil. Ein herausragendes Beispiel für vollendete Holzschnitzwerkkunst ist der köngliche Palast mit seinen kunstvoll holzgeschnitzten 55 Fenstern.

Jeder dieser Paläste wurde in der Nähe einer Haupthandelsroute in der Nähe des Stadtzentrums gebaut, als Komplex verbundener Gebäude, die sich um einen Innenhof (Chowk) gruppieren.

Bhaktapur Durbar Square, König Bhupatindra Malla Säule links- Palast der 55 Fenster links mit der Taleju Glocke vor dem gleichnamigen Palast

Die traditionell intakte Stadt ist in vielerlei Hinsicht auch die zeitloseste. Die Straßen aus Kopfsteinpflaster verbinden eine Reihe von Tempeln, Innenhöfen und monumentalen Plätzen; in den Seitenstraßen finden sich Schreine, Brunnen und Wassertanks. Jahrhunderte alte Handwerkstraditionen wie Töpferei, Holzschnitzerei und Weberei sind immer noch lebendig. Dank eines von Deutschland finanzierten Bhaktapur-Entwicklungsprojekts, wurden nicht nur Gebäude restauriert sondern in den 1970er Jahren auch Straßen gepflastert und Kanalisations-anlagen gebaut.

Der vergoldete Torbogen mit der 16-armigen Göttin Taleju Bhawani über der Tür gilt als eines der wichtigsten Kunstwerke im Kathmandu-Tal.

Die Nacht verbrachte ich in dem zum Zentrum nahe gelegenen Hotel Planet Bhaktapur, welches aus meiner Sicht zu einem der besten Unterkünften in der Gegend zählte.


Changu Narayan Tempel


Changu Narayan ist ein Hindu-Buddhistischer Tempel, der sich auf einem Hügel von Changu(auch Dolagiri genannt) östlich von Kathmandu in dem Bezirk von Bhaktapur befindet. Es wird vermutet, dass der Tempel, welcher der Gottheit Vishnu gewidmet ist, im vierten Jahrhundert n. Chr. erbaut wurde und zählt zu der Gruppe der ältesten Hindu-Tempel in Nepal.

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