31. März 2014
Der Flug nach Pokhara dauerte knappe 30 Minuten . Es war zwar nur eine kleine Maschine von Buddha Airlines, dafür mit ausgezeichnetem Bordservice und der Flug verlief reibungslos, außer dass die Landung etwas hart war.
Die Stadt liegt 200 km westlich von Kathmandu und ist ein beliebtes Touristenziel, wo viele Wanderer einen Zwischenstopp einlegen, bevor sie zu großen Trekkingtouren zum Annapurna-Massiv aufbrechen. Ich hatte nicht vor, Berge zu erklimmen, dafür aber einige Wanderungen und eine Bootstour auf dem Phewa See stand ausser Frage.







Pokhara ist auffallend sauber und deutlich weniger mit Smog belastet als Kathmandu. Mit seinen 230.000 Einwohnern ist die Stadt überschauba; sie bietet neben etlichen kleineren Hotels viele Unterkünfte für Rucksacktouristen mit geringem Budget. Das Hotel, das mein Reisebegleiter, Ghanshyam, für 3 Nächte ausgewählt hatte, lag ziemlich im Stadtzentrum. Deshalb war es uns möglich, noch am selben Nachmittag zu einer der Anlegenstellen am Phewa-See zu gehen.
Wir unternahmen eine kleine Bootstour mit einem etwas in die Jahre gekommenen Boot rundherum auf dem See und konnten so bereits einen ersten Blick auf die Umgebung und die Berge werfen, die sich am Horizont erstreckten . Bei guter Sicht soll man uf einen recht großen Teil des Himalaya-Gebirges sehen, was uns wegen dem Dunst über dem See leider nicht vergönnt war.




Phewa See in der Abenddämmerung
01. April 2014
Nach einem schnellen Frühstück in aller Frühe machten wir uns auf den Weg zur Weltfriedens-pagode, um den spektaktulären Sonnenaufgang nicht zu verpassen. Das Wetter spielte dieses Mal auch mit, so dass wir einen tollen Blick auf das Annapurna Massiv mit seinen insgesamt drei 8000ern – dem Annapurna, dem Manaslu und dem Dhaulagiri – in der Ferne zu sehen bekamen, obwohl Pokhara selbst nur auf einer Höhe von 930 m liegt.
Das Klima in Pokhara war sehr angenehm denn es war hier deutlich wärmer als in Kathmandu. Die höchste Durchschnittstemperatur in Pokhara liegt durchschnittlich bei 24°C im Juni und die niedrigste Temperatur beträgt 11°C im Januar.
Di e Stadt erfreute sich in den 60ern und 70ern besonders großer Beliebtheit bei den Hippies und hat sich aus jener Zeit noch einen gewissen Charme bewahrt. Direkt am Phewa-See gelegen und mit Blick auf das Annapurna-Massiv, gehört Pokhara zu den schönsten Orten Nepals. Die Nähe zu den Bergen macht die Stadt zum idealen Ausgangspunkt für Trekkingtouren.
02. April 2014
Sarangkot
Für den heutigen Tag war ein Ausflug mit einem Taxi nach Sarangkot geplant, das ca. 5 km von Pokhara entfernt liegt.Hoch über der malerischen Stadt Pokhara gelegen, ist Sarangkot ein Ort, an dem die Natur jeden Morgen ihr schönstes Meisterwerk vollendet. Sarangkot gilt als Nepals bester Aussichtspunkt für den Sonnenaufgang und bietet einen unverbauten Blick auf die Annapurna- und Dhaulagiri-Gebirgsketten. Dieser Ort ist neben der atemberaubenden Aussicht auch ein Anziehungspunkt für Freunde des Paraglidings .
Sehr früh am Morgen machten wir uns auf den Weg, um zeitig genug dort zu sein, um den Sonnenaufgang zu erleben. Es war großartig, dem Schauspiel der langsam aufgehenden Sonne zuzuschauen und einer der spektakulärsten Sonnenaufgänge, die ich bisher erlebt hatte. Es ist ein immer wieder faszinierender Augenblick, wie erst nur ein leichtorange-farbener Streifen am Horizont sichtbar wird, die Farben wärmer und wärmer bis purpurrot werden und die Sonnenstrahlen die Berge zum Leuchten bringen. Bald danach konnten wir auch die ersten Ultralightflugzeuge erkennen und ihnen beim Paragliding zuschauen.





Es gibt es hier phantastische Möglichkeiten für jene, die sich diesem Abenteuer verschrieben haben. Da sich Sarangkot auf einem Vorberg des Annapurna Himal in 1560 m Höhe befindet, ist es ein idealer Ort, um in luftiger Höhe mit einem der Ultraleichtfluggeräten über den Berggipfeln zu schweben.
Von Sarangkot aus liessen wir uns mit dem Taxi zur Gupteshwor Mahadev-Höhle fahren, die wahrscheinlich die längste und attraktivste Höhle in Südasien ist. Die Höhle, die sich in der Nähe der Devi Wasserfälle befindet, enthält einen riesigen Stalagmiten, der als Shiva Lingam verehrt wird.
Zu den Höhlen hinunter führt eine breite, spiralförmige Treppe mit über zweihundert Stufen zu dem etwa drei Meter breiten und zwei Meter hohen Eingang der zweiteiligen Höhle. Am nördlichen Ende der Höhle befindet sich ein unterirdischer See, und eine vertikale Felsspalte gibt dahinter den Blick auf den Devi `s Wasserfall frei, durch den das Tageslicht hineinscheint.
Am folgenden Morgen fhren wir ebenfalls in aller Herrgottsfrühe hinauf zum Anadu Hügel, um die Shanti Stupa zu besichtigen. Es ist eine von weltweit 80 buddhistischen Friedenspagoden, von denen zwei sich in Nepal befinden. Die Pagode von Pokhara wurde von einem buddhistischen Mönch gemeinsam mit lokalen Unterstützern erbaut. Shanti ist ein Sanskrit-Wort, das Frieden bedeutet und auch in der nepalesischen und der Hindi-Sprache weit verbreitet ist; Shanti Stupa bedeutet Friedenspagode.















